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Der Panther

Veröffentlicht am 13. 03. 2021

Nach einem Besuch des Tierparks im Jardin des Plantes in Paris, 
schrieb Rainer Maria Rilke um 1902/3 das Gedicht.

Die Begegnung mit einem Panther im Käfig hatte ihn inspiriert. Aber er kämpfte damals auch mit seiner eigenen Einsamkeit. 

Wir können nur hoffen und mithelfen, daß in dieser Zeit kein Heimbewohner oder Patient in einer Klinik ähnlich fühlt. 

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise
dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille
steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.
  

Theo Gärtner 

 

Zusammenhalten !

Veröffentlicht am 21.02.2021

 

Liebe Mitglieder und Freunde des Stadtseniorenrats,

es wird besser, aber wir brauchen noch etwas Geduld. Dazu ist mir ein altes bretonisches Lied eingefallen,                                                                                                                                     zu dem Günter Wallraff den deutschen Text geschrieben hat. Wir haben das schon vor über 40 Jahren gesungen mit der Gruppe „Bots - 7 Tage lang“.  

Was wollen wir trinken, sieben Tage lang,
was wollen wir trinken, so ein Durst.
Es wird genug für alle sein, wir trinken zusammen,
roll das Faß mal rein, wir trinken zusammen, nicht allein.

Erst müssen wir schaffen, sieben Tage lang,
erst müssen wir schaffen, komm faß an.
Und das wird keine Plackerei, wir schaffen zusammen,
keiner schafft allein, wir schaffen zusammen, nicht allein.

Dann müssen wir streiten, keiner weiß wie lang,
ja, für ein Leben ohne Zwang.
Dann kriegt der Frust uns nicht mehr klein. Wir streiten zusammen,
keiner kämpft allein, wir gehen zusammen, nicht allein.
 

Also durchhalten und gesund bleiben,

Theo Gärtner

https://www.youtube.com/watch?v=XrC8UCRhHgg&list=RDXrC8UCRhHgg&index=1

 

Sind Wildbis Ureinwohner Wildbergs?

Veröffentlicht am 27.01.2021

 

In diesem Jahr sieht man sie gar nicht, die Wildbis. Sind sie auch vom Aussterben bedroht, wie viele andere Ureinwohner?

Wo die Bezeichnung Wildbi herkommt, ist mir nicht genau bekannt. Aber die Bezeichnung Aborigines stammt von dem lateinischen Begriff orgine, dt.: „von Beginn an“, ab und ist eine Bezeichnung für Ureinwohner. Die Römer prägten diesen Begriff für die Bewohner in Latium, einer Region um die Stadt Rom. Die Latiner kamen wahrscheinlich mit Beginn des 1. Jahrtausend v. C. nach Latium und waren dort bis zum 4. Jh. v. C. die beherrschende Gruppe, bevor Rom die macht übernahm. Romulus, einer der Gründer Roms, wird von geschichtlichen Quellen ebenfalls als Aborigine benannt. Im Englischen werden Ureinwohner allgemein als Aborigines bezeichnet. So verwundert es auch nicht, daß für Australiens Ureinwohner ab 1803 ebenfalls dieser Begriff verwendet wurde. Leider sehen manche in diesem Begriff eine Abwertung, sodass man heute die Bezeichnung Aboriginal verwenden sollte.

Aber das alles hilft dem Wildbi, den Grabenteufeln oder Burghexen in diesem Jahr leider gar nicht.

Theo Gärtner

 

Fasten nach der fetten Weihnachtsgans?

Veröffentlicht am 04.01.2021

 

Viele Menschen verzichten auf Fleisch aus Gründen des Klimaschutzes, der Gesundheit oder aus Respekt vor Lebewesen. In Deutschland gibt es zahlreiche Produkte für Vegetarier und jede Speisekarte bietet fleischlose Gerichte. Dabei beträgt der Anteil der Vegetarier bei uns schmale 9 %. Das ist wenig, wenn man die Situation in Indien betrachtet, dort sind es 20% der Bevölkerung. Die meisten, vor allem streng gläubige Hindus und Jainiten, verzichten aus religiösen Gründen auf Fleisch. Aber sehr viele Menschen können sich dort gar kein Fleisch leisten. So verzehrt ein Inder rund 5 kg Fleisch im Jahr, wobei ein Deutscher auf rund 60 kg kommt. (Ich eher auf mehr). Also ab jetzt wieder mehr bewegen und mehr Obst und Gemüse essen.

Theo Gärtner

 

Der zehnte oder zwölfte Monat?

Veröffentlicht am 07.12.2020

 

Haben wir ihn schon den Zwölften, oder den Zehnten? Auf jeden Fall den Dezember. Opa plauderte mit dem Enkel über seine Lateinarbeit, da passte das ganz gut zum Thema. Opa erklärte die Vorgeschichte zum Monat. Der Name Dezember leitet sich vom Lateinischen decem ab und bedeutet eigentlich “der Zehnte”. In frühen Versionen des römischen Kalenders stand der December tatsächlich an zehnter Stelle, da das Jahr damals mit dem März anfing. Erst später, um das Jahr 450 v. Chr., wurde der Jahresanfang auf den Januar verlegt, der Dezember behielt seinen ursprünglichen Namen, rutschte aber auf Platz 12. Auch im julianischen Kalender, dem direkten Vorläufer des heute gebräuchlichen gregorianischen Kalenders, war der Dezember bereits der zwölfte und letzte Monat des Jahres.

Ein Dezimalsystem (von mittellateinisch decimalis, zu lateinisch decem „zehn“), auch als Zehnersystem oder dekadisches System bezeichnet, ist ein Zahlensystem, das als Basis die Zahl 10 verwendet. Schauen Sie doch mal bei 7, 8, oder 9 nach. Die Griechen und Lateiner verwenden noch gerne alte Begriffe. Wie viele Arme hat der Oktopus?

Theo Gärtner

 

Herbstfeiertage

Veröffentlicht am 22.11.2020

 

Wem oder was gedenken wir eigentlich?

Liebe Mitglieder und Freunde des Stadtseniorenrats,

gefühlt jedes Jahr früher sind die Parkplätze an den Friedhöfen überfüllt, die Transportwägen vergeben und fast ein Wettbepflanzen setzt ein. Es soll ja zum Feiertag sehr schön aussehen. An welchem?

Reformationstag, das Reformationsfest oder der Gedenktag der Reformation wird von evangelischen Christen in Deutschland und Österreich am 31. Oktober im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther gefeiert.

Allerheiligen ist ein christliches Fest, an dem aller Heiligen gedacht wird, der „verherrlichten Glieder der Kirche, die schon zur Vollendung gelangt sind“, der bekannten wie der unbekannten. Das Fest wird in der Westkirche am 1. November begangen, in den orthodoxen Kirchen am ersten Sonntag nach Pfingsten.

Allerseelen begeht die römisch-katholische Kirche das Gedächtnis ihrer Verstorbenen. Das Gedächtnis aller Seelen wird im Kirchenjahr am 2. November begangen, einen Tag nach dem Hochfest Allerheiligen.

Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.

Buß- und Bettag in Deutschland ist ein Feiertag der evangelischen Kirche, der auf Notzeiten zurückgeht. Im Lauf der Geschichte wurden Buß- und Bettage immer wieder aus aktuellem Anlass angesetzt. Angesichts von Notständen und Gefahren wurde die ganze Bevölkerung zu Umkehr und Gebet aufgerufen.

Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist in den evangelischen Kirchen in Deutschland und der Schweiz ein Gedenktag für die Verstorbenen. Er ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des Kirchenjahres.

Tannen- oder Koniferenspitzen und eine Kerze als Grababdeckung für den Winter waren doch früher auch schön.

Bleiben Sie gesund und fröhlich, euer

Theo Gärtner 

 

Unwort des Jahres ?

Veröffentlicht am 01.08.2020

 

„Abstand“ hätte wohl das Zeug zum Unwort des Jahres. 2 Meter Rangierabstand steht an Lieferwagen, 2 Meter zu Radfahrern, 2 Meter Abstand Schilder in jedem Laden. Wenn man mal auf Freunde zugeht, sieht man meist die erhobene Hand und hört Abstand. Wenn Bäcker und Metzger die Tüte reichen, darf man ausnahmsweise mal näher ran. Ja es hat in einigen Bereichen und zu manchen Zeiten seine Berechtigung, aber zusätzlich sieht man immer mehr den erhobenen Zeigefinger. Freundliche Mitbürger sagen einem bei jeder Gelegenheit was man nicht darf. Das hat uns die letzten Monate leider geistig weit mehr als die 2 Meter von einander entfernt. Man hört nichts mehr vom Verein, von Freunden, auch die Verwandtschaft macht sich rar. Sei alles gut gemeint hört man. Doch wir Senioren sind anders gestrickt, wir wollen uns sehen und am liebsten berühren. Wir wollen gemeinsam plaudern und lachen oder auch mal ernst sein.

Theo Gärtner

 

 

Graue Haare

Veröffentlicht am 01.08.2020

 

Der Volksmund sagt:

Alt machen nicht die grauen Haare, auch nicht die Zahl der Jahre.

Alt wird, wer den Mut verliert und sich für nichts mehr interessiert.

Horst Aichele

 

Die Gebote der Senioren

Veröffentlicht am 01.08.2020

 

1. Gebot

„Ihr sollt nicht immer von Krankheiten reden! Irgendwas plagt doch heut' einen jeden. Ein bisschen Rheuma, schlechtes Gehör, verschlissene Knochen, das Gehen fällt schwer. Der Kreislauf wird träger und schlechter das Sehen, so wie einst kann man nicht mehr zum Tanzen gehen. Ja man ist alt, das Gedächtnis kriegt Sprünge, so kommen noch mehr unangenehme Dinge. Trotzdem ist das Leben immer noch schön, man muß nur die kleinen Dinge seh'n. Blumen heraus sich schieben, die Sträucher sich schmücken mit neuen Trieben. Und über allem lacht die Sonne, Freunde, das Leben ist doch eine Wonne.“

Christel Großmann

 

Goldhamster bitte melden ...

Veröffentlicht am 08.07.2020

 

Liebe Freunde des Stadtseniorenrats,

stand doch am Samstag ernsthaft in der Tageszeitung, man müsse auch “alle“ infizierten Haustiere melden, Mein Goldhamster fühlt sich echt warm an, aber mit Pelzmantel im Sommer kein Wunder. Beim Versuch das Fieber-Messgerät ins Ohr zu stecken hat er mehrmals zugebissen. Mit Pflaster an allen Fingerkuppen habe ich aufgegeben, er ist eben wie immer, Punkt.

Sollte Ihr Hund, Ihre Katze oder Ihr Wellensittich wie immer sein und Sie selber sich wohlfühlen, möchten wir Sie ganz herzlich einladen: Im Rahmen der gültigen Regeln treffen wir uns endlich wieder zum Bürgertreff-Café am Donnerstag, 16. Juli, ab 14:30 Uhr. Natürlich im Alten Feuerwehrhaus in der Schlossstraße 7. Sollte Petrus mit uns und das Gesetz nicht gegen uns sein, vielleicht auch in der Schlossanlage. Das steht dann an der Tür.

Theo Gärtner

 

Zwei Schritte zurück, bitte ...

Veröffentlicht am 01.07.2020

 

Liebe Freunde des Stadtseniorenrats,

sicher haben sie auch schon das Brummen und Summen in ihrer Nachbarschaft gehört. Nein, es sind nicht Bienen oder Hummeln, es sind die Filteranlagen für die unzähligen Plastik-Bädle, die in den Gärten von Wildberg stehen. Vom Segelflieger aus genau wie in Beverly Hills.

Ja da sind welche reich geworden durch die Corona Krise und den Hausarrest, auch die Plexiglasscheibenhersteller. Wollte ich doch am Wochenende 6 Salatsetzlinge nachkaufen und freundlich aufs Band stellen. Die 1,59 € hatte ich schon in der Hand. Da sagt die sehr nette Verkäuferin, gehen sie mal 2 Schritte zurück. Also Maske – Scheibe – Maske und Abstand? Die Tage war zu lesen, daß die Altkleider nur schwer zu vermitteln sind, keiner will was haben. Na dann behalten wir doch unser Hemd noch ein Jahr länger. Der T-Shirt Papst von der Alb macht bis zum Jahresende bei Trigema sowieso keine Hemdchen, sondern nur Masken für 12 €. Also weniger Stoff, dafür mehr Gewinn. Die Hochdorfer Bierklub Mitglieder bekommen anstatt einem Jubiläumshirt acht Biermarken, die sie auf den regionalen Festen einlösen können. Welche Feste?

Theo Gärtner

 

 

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